Gemeinde

Falkenberg

Über Falkenberg

Falkenberg ist die flächengrößte Landgemeinde des Landkreises Rottal-Inn in Niederbayern: rund 3.900 Einwohner verteilen sich auf 66,53 km² zwischen Pfarrkirchen und Eggenfelden, direkt an der B 20.

Die Gemeinde gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Falkenberg, gemeinsam mit den Gemeinden Rimbach und Reisbach — das Rathaus in Falkenberg ist Sitz der VG.

Charakter und Wirtschaft
Falkenberg verbindet ländliches Leben mit florierender Wirtschaft. Über 1000 Jahre Geschichte (erste urkundliche Erwähnung 1011) treffen auf ein aktives Vereinsleben, lokale Betriebe und vier gewachsene Hauptdörfer mit über 110 amtlich anerkannten Ortsteilen.

Hauptdörfer
Falkenberg (Hauptort) · Taufkirchen · Zell · Diepoltskirchen — daneben weitere Siedlungen wie Fünfleiten und Oberhöft.

Auf einen Blick

Einwohner

3.900

Fläche

66,53 km²

Hauptdörfer

4

Postleitzahl

84326

Erste Erwähnung

1011

Lage

Lage und Verkehr

Falkenberg liegt zentral im Rottal:

  • 7 km nördlich von Eggenfelden
  • 19 km nordwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen
  • 26 km südlich von Landau
  • 32 km östlich von Vilsbiburg

Verkehrsanbindung

  • Strasse: direkt an der Bundesstrasse B 20
  • Bahn: nächste Station in Eggenfelden (Strecke Passau – Mühldorf)

Weiterführende Karten: Interaktiver Ortsplan und BayernAtlas.

Hauptdörfer

Die Gemeinde Falkenberg gliedert sich in vier Hauptdörfer.

Falkenberg (Hauptort)
Das Verwaltungszentrum mit Rathaus, Pfarrkirche St. Laurentius am Dorfplatz und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft.

Taufkirchen
Die genaue Gründungszeit ist unter Heimatforschern bis heute umstritten. Eigene Wählergemeinschaft.

Zell
Bereits im Indiculus Arnonis (790) wird die Region erwähnt. Im 8.–9. Jahrhundert stand Zell unter dem Einfluss der Hochstifte Salzburg, Regensburg und Passau. Eigene Wählergemeinschaft.

Diepoltskirchen
Erstmals 1102 in den Aufzeichnungen des Klosters Dietramszell genannt. 1255 gehörte die Burg Dieppoltzkirchen zum Viedomamt Pfarrkirchen.

Daneben existieren weitere Siedlungen wie Fünfleiten und Oberhöft mit jeweils eigenen Wählergemeinschaften im Gemeinderat.

Quelle: Hauptdörfer auf vg-falkenberg.de

Geschichte

Frühe Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Falkenbergs stammt aus dem Jahr 1011, als Heinrich II. Falkenberg in einem Schenkungsbrief an die Diözese Bamberg nannte. Die Adelsfamilie der Tattenbach prägte die Gemeinde nachhaltig.

Mittelalter
An der heutigen Friedhofsstelle befand sich ein gemauertes Schloss mit hohen Mauern. Das Presbyterium der heutigen Kirche war vermutlich Teil einer älteren Schlosskapelle. Bei Renovierungen 1959 entdeckte man eine Gruft mit Rittern der Tattenbach in metallenen Särgen.

Dreißigjähriger Krieg (1632 bis 1648)
Das Rottal wurde dreimal von schwedischen Heerscharen heimgesucht. Ein Getreidespeicher trug die Jahreszahl 1616, möglicherweise ein Zeichen, dass Falkenberg relativ verschont blieb. Danach brach die Pest aus, erkennbar an drastisch sinkenden Taufeinträgen (1647: nur 4 Geburten).

Spätere Konflikte
Um 1742 folgte der österreichisch-bayerische Erbfolgekrieg mit erneutem Kriegsschaden.

Zweiter Weltkrieg
Kurz vor Kriegsende verursachten US-Panzer großen Schaden. Die Kirche erlitt 8 Volltreffer, und 10 Großbrände wüteten in der Gemeinde.

Quelle: Geschichte vg-falkenberg.de

Wappen

Heraldische Beschreibung
Die amtliche Blasonierung lautet: "Unter goldenem Schildhaupt, darin ein blauer Bogen, in Rot ein flugbereiter silberner Falke."

Symbolik

  • Silberner Falke: redende Wappenfigur, weist direkt auf den Gemeindenamen hin
  • Goldenes Feld mit blauem Bogen: stammt aus dem Familienwappen der Grafen Arco, unter deren Herrschaft die Hofmark Falkenberg von 1821 bis 1848 stand
  • Rot und Silber im Hauptfeld: erinnern an die Grafen von Tattenbach, die von 1541 bis 1821 die bedeutendsten Hofmarksherren der Region waren

Verleihung
Das Wappen wird seit 1976 geführt. Die Berechtigung basiert auf einem Gemeinderatsbeschluss und der Zustimmung der Regierung von Niederbayern, bestätigt durch Schreiben vom 16. September 1976.

Das Wappen ist im Header der App als Logo der Gemeinde sichtbar.

Quelle: Wappen vg-falkenberg.de